Rezension von Veronica Defièbre in der Zeitschrift à jour!

Verlags-Rezension von Josef Wagner
Inhalt: Im Buch «Ein Leben voller Zwänge und Scham» zeichnet Elisa Wagner Hirschberg in allen Details das Leben von Melusin nach, die als Kuckuckskind in eine kinderreiche Familie hineingeboren wird und erst im Alter von über zwanzig Jahren zufällig erfährt, dass ihr Erzeuger ein adliger Mann ist. Der Familienehre wegen muss Melusin ihn und sich verleugnen. Dies und vor allem das Schweigen, ihre Ablehnung sowie der seelische Missbrauch durch ihren «Vater» treiben Melusin in eine emotionale Einsamkeit, die sie nur mit einer Essstörung aushalten kann. Allein gelassen ist sie während nahezu 50 Jahren dieser schrecklichen Krankheit ausgeliefert. Auswirkungen auf ihre vier Kinder und ihre ganze Familie werden drastisch und unverblümt dargestellt.
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